|
Lab´n denn de alten Randfichtn noch...?
Erzgebirgische Volkstümelei auf mittlerem Niveau
Wenn da jemand behauptet, dass der Erzgebirgswald stirbt, so sitzt ein solcher Missmacher einem gewaltigen Irrtum
auf. Mag ja sein, dass die gelbe Tschechenluft in den vergangenen Jahren einiges dazu beigetragen hat, um einen Großteil des so genannten Kernwaldes zu entnadeln, worunter am meisten die Tannen und
Fichten im Zentrum der Wälder litten. Die Bäume am Rand scheinen davon kaum etwas abbekommen zu haben. Die Randfichten sind irgendwie widerstandsfähiger, zäher, biegsamer - so wird jedenfalls
behauptet.
Es lag also auf der Hand, dass sich die Herren aus Johanngeorgenstadt, Thomas "Rups" Unger (Gesang,
Akkordeon), Michael "Michl" Rostig (Akkordeon, Keyboards, Gesang) sowie Thomas "Lauti" Lauterbach (Gitarre, Keyboards, Gesang), der erst seit 1997 dem Trio aus dem Erzgebirge
angehört, 1992 zunächst den Namen „Original Arzgebirgische Randfichten“ zulegten.
Tingelten die drei Musikanten zunächst im Familien- und Bekanntenkreis, so zeichnete sich seit etwa 1999 eine
steile Karriere ab, die vor allen möglichen Auftritten gängiger Veranstaltungen in Dörfern, Klein- und Großstädten und diversen TV- und Radiosendungen und nicht einmal vor dem schunkelwütigen
und schenkelklopfenden Ausland Halt machte. Kein Wunder also, dass die muntere Truppe mit Auszeichnungen, Ehrungen und Preisen überschüttet wird und eine Fan-Gemeinde hinter sich her zieht, über die jede Fußball-Nationalmannschaft – weltweit – neidisch wäre.
Den drei singenden Jungs aus dem Erzgebirge ist der Erfolg nicht mehr streitig zu machen. Der Preis dafür ist
allerdings hoch. ...
Den gesamten Text können Sie im Buch
"Dicknischl - Erzgebirgsleute von damals und heute" von Gotthard B. Schicker lesen >>> Informationen
|