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Hans Hesse - Ein Kriminalfall?
Vom Maler Hans Hesse, dem genialen Schöpfer des Annaberger Bergaltars, sind uns nur sehr spärliche Lebensdaten bekannt. So
wissen wir nicht genau, wo und wann er geboren wurde. Es ist auch kaum bekannt, in welcher Gegend die Grundlagen für seine spätere künstlerische Meisterschaft gelegt worden sind.
Kunstwissenschaftliche Analysen seines umfangreichen Bild-Werkes kommen zu dem Schluss, dass er aus dem Raum um Nürnberg
stammen könnte. Stilkritische Vergleiche seines Schaffens belegen die Zugehörigkeit zur fränkisch- nürnbergischen Malschule. Eine Zeitlang wurde angenommen, dass sich bei dem im Annberger Fleischerviertel (auch
Assman-Zapp-Viertel genannt) ansässigen Hans Hesse um unseren Altar-Maler handelt. Wenn sich Hans Hesse im Jahre 1501 – wie es die Türkensteuerliste von Annaberg zeigt – bereits in der Stadt aufgehalten haben soll,
so ist heute sicher, dass es noch einen zweiten Hans Hesse gegeben hat, denn an den Maler Hesse sind Aufträge bis 1506 lediglich aus Zwickau und Umgebung ergangen, wo er bis 1506 auch eine eigen Werkstatt betrieben
haben soll. Erst nach 1506 sind die von ihm erhaltenen Altäre in der Annaberger St. Annenkirche sowie in der Kirche des Franziskanerklosters (nach der Zerstörung in der Kirche von Buchholz aufbewahrt) entstanden.
Den gesamten Text können Sie im Buch "Dicknischl - Erzgebirgsleute von damals und heute"
von Gotthard B. Schicker lesen >>> Informationen
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