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Die weibliche Seite der Erzgebirgs-Poesie
Viele der auf diesen Seiten aufgeführten Heimatdichter haben seitenweise auch Reime auf ihre Weibsn gemacht. Ob es dabei das Großmütterlaa, de eigne Fraa, ´s Annerl mit denn Kannerl oder halt nur ´s Maadl aus denn Arzgebirg war, alle wurden immer irgendwie liebvoll bedacht. Nur ganz selten schaute das zänkische Weibsbild unter der Ufnbank vor. Wie aber hielt es das schönere Geschlecht mit der poetischen Reflexion ihrer Umwelt, zu der ja auch die Mannsen gehören?
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Es ist also an der Zeit, dass wir uns auch mal der weiblichen Seite der Erzgebirgs-Poesie - unseren Heimatdichterinnen zuwenden.
Zugegeben, mal abgesehen von Amalie von Elterlein, ist die Anzahl und die Popularität dieser Frauen eher gering im Vergleich zu ihren dichtenden und singenden Männern (Link). Sicher hängt das in erster
Linie mit der sozialen Stellung der Frau im Erzgebirge zusammen. Kinder, Kochtopf und Kirche waren – und sind schon wieder – die bevorzugten und von männlicher Seite wohlgelittenen Refugien der
meisten Erzgebirgsfrauen. Da viele dieser Damen mit künstlerischen Ambitionen auch noch aus kleinen Dörfern kommen, wo die Häusler- und die Landwirtschaft zusätzliche Belastungen bedeuten, sind nur sehr
wenige anzutreffen, die ihren Blick über den Webstuhl oder Klöppelsack erhoben haben, um die kleine Welt um sich auch lyrisch oder gar mit Prosatexten einzufangen.
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"Dicknischl - Erzgebirgsleute von damals und heute" von Gotthard B. Schicker lesen >>> Informationen
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