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Carlfriedrich Claus
Porträt des Künstlers und Wissenschaftlers aus Annaberg
Als er damals noch durch die Straßen seiner Heimatstadt ging, wird er von dem einen aufmerksam und überschwänglich gegrüßt,
andere wieder nicken ihm unsicher zu und manche tuscheln grußlos hinter ihm her. So war es schon immer hier in dieser kleinen erzgebirgischen Stadt, in der seit 64 Jahren einer ihrer bekanntesten Künstler
beheimatet ist. Nur die Spötter, die es früher zuweilen häufiger gab, sind etwas weniger und kleinlauter geworden, dafür haben aber jene, die sich mit der Kunst und den Künstlern zu gern schmücken, - auch
dann, wenn sie deren Werk nicht begreifen, - Zuwachs erhalten. Claus, der fast jeden Menschen erst einmal duzt, stellt keine Kunst her, mit der man sich oder die Wohnung verzieren könnte. Es ist nichts
zum belanglosen Schauen oder genußvollem Entspannen - es ist vielmehr eine anstrengende Begegnung mit überaus Ungewöhnlichem, Faszinierendem, Geheimnisvollem, Undurchschaubarem, Transparentem . . . bei
dem sich der Genuß über das Denken oftmals erst nach Stunden, Tagen oder auch Jahren einstellt.
- Den gesamten Text können Sie im Buch
"Dicknischl - Erzgebirgsleute von damals und heute"
von Gotthard B. Schicker lesen >>> Informationen
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