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Das Buchholzer “Nationallied”
Es ist nicht bekannt, wer das strophenreiche (vergleichbar mit dem “Heiligohmd-Lied“) so genannte “Buchholzer Nationallied“ verfaßt hat. Vermutungen gehen in Richtung
Felix Kube, der um 1920 auch die Buchholzer Originale gezeichnet hat. Das “Buchholzer Nationallied“ darf nicht mit dem “Buchholzer Hymnus“ verwechselt werden, der bekanntlich vom Buchholzer Kantor Richard Wagner (so
hiess der Mann wirklich) stammt und der ihn nach einen Text von Paul Schulze in klassischer Form komponiert hat. Das “Buchholzer Nationallied“ wird nach der Melodie von “Jetzt kommt das Militär, mit Säbel und
Gewehr...“ gesungen. Die im Text vorkommenden Originale sollen tatsächlich alle gelebt haben. Bei den mit * bezeichneten könnte es sich z.B. um folgende Personen handeln: Um den Polizeier Richter (“Richter Pui oder
Poi“), dem Vorsitzenden des Buchholzer Schützenvereins Kaden (“Kaden Schütz“), den Fritz Hübner (der gerne Enten fütterte – “Antel Fritz“), das trinkfeste Original Otto Fröhner. “Dr Aff“ soll ein etwas verhutzelter
Kohlenträger gewesen sein, den man wegen seiner Nachäfferei von anderen Originalen so nannte. Die anderen Figuren konnten noch nicht identifiziert werden. Die Vermutung, dass einige Texte – es soll noch weitere
geben – auch von Arthur Schramm stammen könnten, hat sich nicht bestätigt. Vielmehr soll unser “Klaanes Getu´“ in einem der Verse vorkommen und im “Annaberger Nationallied“ (dass ich noch nicht gefunden habe) eine
ganze Strophe erhalten haben.
Das Buchholzer Nationallied
In Buchholz da is es schie,
do ka mer Booden gieh.
Denn gleich nabn Stangewald,
do is de Boodanstalt.
Un war net schwimme kah,
hält an der Stang sich ah.
Un drübn im weißen Sand
Sitzt allerhand:
De Wätätä! (Dieser Buchholzer Schlachtruf ist immer vor dem Refrain auszustoßen!)
Refrain:
Dr Astel Paul, dr Augustin,
de Kokusnuß, dr Zacherlin,
dr Wicht, dr Pui*, dr Kaden Schütz*,
de Baumel un dr Andelfritz*,
dr Hübner Thet, de Schmidel Pfeif,
dr Wolf Max un dr Schneider Helm,
de Schleich, dr Aff, dr Fröhner Otto –
die warn a mit do!
Vor mehrern Gahrn konnt mer hie
Ins Waldtheater gieh.
Do fraat sich Gruß un Klaa,
ne Tell sich ahzesah.
Dos war ä schienes Stück,
doch hatten se kä Glück,
denn als Statisten konnten se dort sah:
Refrain:
Hot mer´s Theater satt,
giehts in de öbre Stadt.
Mer fährt dann mit dr Bahn
vom Bayrschen Bahnhuf an.
Nu giehts de Kühwad hie,
dr Zug blebt plötzlich stieh.
Beim Engert Gustav nei,
do rammelt glei:
Refrain:
Un nu zu guter letzt
giehts off´n Kirchhof jetzt,
do muß ne Hochzich sei,
Sperrguschn stelln sich ei.
Es fängt zu Lauten ah,
un an denn Brautzug dann,
do schließt sich an:
Refrain:
In Annaberg zur Kath,
do giehts vu früh bis spat,
do zieht sich alles hie,
es wird gesumpft bis früh.
Na, kommen sie mal ran,
hier sit ne Riesendam
un drübn im Hypodrom
da reiten schon:
Refrain:
Druhm rümm in Wiesenthol,
da sei de Leit wie toll.
Un of dann Fichtelbarg,
do is ä gruß Gewarg,
do fahrn de Sportzüg nauf,
vu Chamtz do unten rauf,
denn heit gibt’s uhm ze sah
gar Vielerla:
Refrain:
Dr Astel Paul, dr Augustin,
de Kokusnuß, dr Zacherlin,
dr Wicht, dr Pui*, dr Kaden Schütz*,
de Baumel un dr Andelfritz*,
dr Hübner Thet, de Schmidel Pfeif,
dr Wolf Max un dr Schneider Helm,
de Schleich, dr Aff, dr Fröhner Otto –
die warn a mit do!
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