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N O
Naumann, Werner
- über 30 Jahre sachkundiger und einfühlsamer Kritiker des Annaberger Theaters (hauptsächlich Musiktheater), Lehrer an der hiesigen Musikschule, Stimmbildner und Gesangslehrer für eine Vielzahl von Sängern (auch der erste Gesangslehrer des Autoren) der Oper, Operette und des Chores, privater Musiklehrer für Klavier, Akkordeon und Blockflöte. Über 35 Jahre leitete W. Naumann den “Städtischen Chor Annaberg“, der sich regelmäßig an Konzerten des Theaters beteiligte. Höhepunkt war die häufige Mitwirkung an der IX. Sinfonie von L. v. Beethoven zu Silvester.
Nielsen, Asta
- die grand dame der Bühne und des Films gastiert 1929 mit ihrem eigenen Ensemble als “Kameliendame“ im Annaberger Theater.
Novitäten
- als solche wurden 1893 vom damaligen Direktor des Annaberger Theaters, Georg Kurtscholz, u.a. folgende Werke für die I. Saison angekündigt: “Barfüssige Fräulein“, “Frau von Helgoland“, “Der Lebemann“, “Die Schwestern“, “Standhafte Liebe“, “Eine Palast-Revolution“, “Sicilianische Bauernehre“, “In Civil“ und “Fräulein Frau“. Possen, Lust- und Singspiele bestimmten das Repertoire der ersten Spielzeit neben einer Reihe von Werken der klassischen Dramatik.
Othello - dieses Schauspiel von Shakespeare wurde in der ersten Spielzeit in Annaberg am 16. und 20. 4. 1893 gegeben.
Orchester
- erwuchs aus der “Stätischen Capelle“ die bereits am Tag der Eröffnung mitwirkte. Neben der musikalische Begleitung allerhand Possen und Singspiele hatte es später größere Aufgaben in Operetten- und Operninszenierungen. Der Konzertbetrieb verschrieb sich in den 20er/30er Jahren hauptsächlich den unterhaltsamen Platz- oder Pöhlbergkonzerten. Regelmäßige Sinfoniekonzerte finden erst ab 1945 statt und sind auf das engagierte musikalische Wirken solcher Kapellmeister wie Kubovy, Otto, Vietze, Uhlemann u.a. zurückzuführen.
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