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Egmont
- nachdem die Jubelouvertüre von Weber verklungen und das Festspiel von Friedrich Röber beendet waren, wurde mit diesem Schauspiel von Johann Wolfgang von Goethe das Annaberger Theater am Ostersonntag des Jahres 1893 festlich eröffnet. Die Titelrolle spielte der überwältigende Eduard von Winterstein.
Ehrliche Arbeit - unter diesem Titel ging am 28.4.1893 die große
Gesangsposse in 3 Akten von Wilken, Musik von Bial über die Annaberger Bretter. Dieser Name sollte gleichzeitig eine Unterstreichung der Worte sein, die der Direktor Kurtscholz am 28.3.1893 im
“Annaberger Wochenblatt“ veröffentlichen ließ:“Es wird mein eifriges Bemühen sein, daß von den vereinigten Bürgerschaften so glänzend ins Leben gerufene neue Stadt-Theater zu einem allseitig
anerkannten Kunst-Institut zu erheben, welches beiden Städten auch über die engeren Grenzen hinaus Ehre bringen wird.“ Ein Anspruch, den das Annaberger Theater bis in die unmittelbare Gegenwart
hinein nahezu immer gegen über seinem Publikum eingelöst hat.
Erzgebirgsphilharmonie
- hieß das Annaberger Theater-Orchester ab 1945, allerdings nur im Zusammenschluß mit dem Kulturorchester Aue. In der Spielzeit 1957/58 nannte sich der Klangkörper in Erzgebirgssinfonieorchester um. Damit auch größere sinfonische Werke gespielt werden konnten, gab es von 1957 bis 1965 eine weitere Zusammenarbeit mit dem Orchester des Stadttheaters Freiberg.
Extemporieren
- eine Spielweise des Schauspielers, die von augenblicklichen Einfällen bestimmt wird und so nicht in der Rolle vorgesehen ist. Diese Form des Stegreifspieles werden die ersten Darsteller am Annaberger Theater häufig zu Anwendung gebracht haben. Die Kürze der Probenzeit von maximal 3 Tagen für ein Stück machte wohl kaum einen der Mimen textsicher. Selbst in den späteren Jahren, als die Proben schon einen Zeitraum von bis zu 6 Wochen einnahmen, kam es oftmals zu wunderbaren Extemporés, welche im Zuschauerraum und auf der Bühne gleichermaßen Heiterkeit entfachten.
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